Zuckmücken (Chironomiden)

Rote Zuckmückenlarve

Foto: Armin Kureck © Universität zu Köln

Die Zuckmücken (Chironomiden) sind eine sehr artenreiche Familie nicht stechender Mücken. Auch im Rhein sind zahlreiche Arten nachgewiesen, die aber nur von Spezialisten unterschieden werden können. Die Larven sind immer wurmförmig, aber nicht immer so rot gefärbt wie die im Foto links gezeigte Larve oder die Chironomus-Larven, die man als Fischfutter („Rote Mückenlaven“) kaufen kann. Die im Foto gezeigte Zuckmückenlarve lebt ohne Wohnröhre in einem Glasröhrchen. Die Larve hat darin ein feines Gespinst gebaut, durch das sie mit Schlängeln Wasser pumpt und so Nahrungspartikel einfängt.

Zuckmückenlarve Rheotanytarsus sp.

Foto: Armin Kureck © Universität zu Köln
Rheotanytarsus in Wohnröhre

Larven der Gattung Rheotanytarsus bauen sich eine Wohnröhre, die ins freie Wasser ragt und mit dünnen Fortsätzen endet. Dazwischen spannt die Larve feinste Fäden, mit denen sie Nahrungspartikel aus dem Wasser fängt. Auf dem oberen Foto kontrolliert eine Larve gerade diese Fäden, die im Bild nicht zu erkennen sind. Die winzigen Wohnröhren können auf Steinen im Rhein so dicht nebeneinander stehen, dass sie einen dichten Belag bilden. Die Fotos sind in Rinnen der Ökologischen Rheinstation aufgenommen, wo die Larven auch auf Plexiglasscheiben gebaut haben. Hier kann man ins Innere der Wohnröhre blicken (unteres Foto). Die kleinen Mücken, die sich aus diesen Larven im Sommer massenhaft entwickeln, stechen nicht und fressen in ihrem kurzen geflügelten Leben auch nichts mehr. Sie sind völlig harmlos.

 

 

 

Foto: Armin Kureck © Universität zu Köln