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Das Bootshaus

Bootshaus 1954 am Liegeplatz Rodenkirchen. Foto:L. Rosbach © Uni­ver­si­tät zu Köln

Aus zwei alten Rheinschiffen wurde 1953 ein Bootshaus von 60m Länge und 11m Breite gebaut. Die „Baden 24“, Baujahr 1885, bildet heute den Vorderteil und die „Desdemona", Baujahr 1912, das Heck.
Nachdem 1997 ein Teil der Rudersport-Abteilung zum Regattagelände am Fühlinger See wechselte, wurden die frei gewordenen Räumlichkeiten vom Organisationsbereich Ökologie des Zoologischen Institutes übernommen. In das Oberdeck des Schiffes wurden Forschungslabore und Arbeitsräume für die gewässerbiologische Forschung und Lehre eingebaut. Die Ökologische Rheinstation des Zoologischen Instituts wurde im April 2002 in Anwesenheit der Hochschulleitung und des Bürgermeisters der Stadt Köln offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Nach Re­pa­ra­tu­ren in den Jah­ren 1955, 1972 und 2002 wurde 2019 eine Ge­ne­ral­über­ho­lung des Bootshauses auf der Köl­ner Schiffs­werft Deutz vor­ge­nom­men.

Solarkollektoren sorgen für Wärme

Thermische Solaranlage

Ende 2008 wurden auf dem Dach des Bootshauses thermische Solarkollektoren installiert. Für den Bau der Anlage war Peter Kesehage, Leiter der Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik der Universität zu Köln, mit seinen Mitarbeitern zuständig. 
Nach gut einem Jahr Betriebszeit wurde Peter Kesehage von der Uni-Mitarbeiterzeitschrift "Mituns" interviewt.
Mituns Ausgabe 38 vom September 2009: "Sonnenkollektoren auf der ökologischen Rheinstation"

Polizei- und Rettungseinsätze

Die Ökologische Rheinstation dient auch als offizielle Anlegestelle für Rettungskräfte bei Unfällen auf dem Rhein. Auf einer längeren Teilstrecke ist es die einzige Möglichkeit zum Anlegen für Boote der Wasserschutzpolizei und Rettungssanitäter.

Der erste Bootswart Lothar Rosbach

Lothar Rosbach. Foto: A. Kureck. © Uni­ver­si­tät zu Köln

Von 1954 an wohnte Herr Rosbach mit seiner Familie auf dem Bootshaus. Als gelernter Bootsbauer baute er über 5 Jahrzehnte hinweg in der Werkstatt des Bootshauses mehr als 30 Ruderboote, Dreier, Vierer und Achter, für die Kölner Ruderriegen. Bis ins Rentenalter schaute er als Bootswart nach dem Rechten, verlegte das Schiff bei Hochwasser und kümmerte sich um die Fließwasserlabore.

Seit 2021 hat Caspar von Strachwitz die technische Betreuung des Bootshauses übernommen.